Weinanbaugebiet Baden
Um Ihnen die Badischen Weinanbaugebiete ein wenig näher zu bringen, finden Sie einen kleinen Überblick im Folgenden. Nutzen sie gerne die Lupenfunktion um die Karte zu vergrößern.
Woher kommen unsere erlesenen Weine? Baden, ist mit rund 15900 Hektar das südlichste Weinanbaugebiet Deutschlands. Es ist unterteilt in die, auf der Karte ersichtlichen neun Weinanbaubereiche und bietet Genuss aus 15 Großlagen und 315 Einzellagen. In den Markgräfler Winzerstuben führen wir ausschließlich Weine aus unserer Region, den südwestlichsten Anbaugebieten Badens: Markgräflerland, Tuniberg, Breisgau, Kaiserstuhl und vereinzelt der Ortenau. Unsere Region und ihre Weinanbaugebiete Der Bereich Markgräflerland umfasst über 3.000 Hektar Rebfläche, die sich zwischen Freiburg und Basel erstrecken. Der vorherrschende Bodentyp ist Lehm und Löss mit zum Teil Kalkmergel. Das Klima vor allem im Norden ist eher kühl und feucht. Die häufigste und hier typische Rebsorte mit einem Drittel Anteil ist Chasselas (Gutedel), die um 1780 vom badischen Großherzog Karl Friedrich von Baden (1728-1811) aus dem schweizerischen Vevey hierher gebracht wurde. Die nächsten Sorten sind Spätburgunder, Müller-Thurgau und Weißburgunder. Der Bereich Breisgau umfasst rund 1.600 Hektar Rebfläche entlang den Hängen des Schwarzwalds von Freiburg im Süden bis Lahr im Norden. Er darf aber nicht mit der wesentlich größeren geographischen Region Breisgau verwechselt werden. Die Böden werden von Löss, Muschelkalk und Gneis dominiert. Es gibt höhere Niederschlagsmengen. Die häufigsten Sorten sind mit über 40% Spätburgunder, sowie Müller-Thurgau und Grauburgunder. Der Bereich Kaiserstuhl ist mit über 4.100 Hektar Rebfläche der mit Abstand größte. Er ist nach dem gleichnamigen erloschenen Vulkankegel benannt. Demgemäß herrschen Vulkanverwitterungs-, aber auch Lössböden vor. Klimatisch ist der Kaiserstuhl für den Weinbau besonders günstig. An den Südhängen um die zwei Gemeinden Achkarren und Ihringen ist die wärmste Region Deutschlands zu finden. Die häufigsten Sorten sind mit 40% Spätburgunder, sowie Müller-Thurgau und Grauburgunder. Der Bereich Tuniberg bildete früher mit dem Kaiserstuhl ein gemeinsames Anbaugebiet. Die Abtrennung erfolgte aus geologischer Sicht, denn der Boden ist nicht vulkanischen Ursprungs, sondern es herrscht Kalkstein und Löss vor. Die Weinberge umfassen 1.000 Hektar Rebfläche. Die wichtigsten Sorten sind Spätburgunder und Müller-Thurgau. Der Bereich Ortenau umfasst rund 2.700 Rebfläche von Bermersbach im Süden bis Baden-Baden im Norden. Der vorherrschende Bodentyp ist stark verwitterter Granit und Porphyr mit vereinzelt Löss- und Lösslehmauflagen. Dies bietet ausgezeichnete Bedingungen für den Riesling, der nach dem Spätburgunder noch vor dem Müller-Thurgau an zweiter Stelle liegt und hier aus historischen Gründen Klingelberger heißt. Die wichtigste Rebsorte im Weinanbaugebiet Markgräflerland: Der Gutedel Im Jahre 1780 wurde die Sorte vom Markgraf Karl Friedrich von Baden - dem späteren Großherzog von Baden - von Vevey am Genfer See ins Markgräflerland gebracht. Der Gutedel macht heute im Markgräflerland immer noch etwa 42% des Rebsortenanbaus aus und wird deshalb auch vielfach als "Markgräfler" bezeichnet. Seine Weine sind geprägt von zartem, in der Regel neutralem Aroma (Nuß, Mandel, Bittermandel) mit einfachem und angenehmem Charakter, begleitet von einer milden und dennoch anregenden Säure. Meist trocken ausgebaut wird dieser sehr bekömmliche Wein sowohl zum Essen als auch als unkomplizierter „Zechwein“ gesucht.
